Paule und seine Zwillingsschwester Pauline leben mit ihren Eltern und Großeltern in einem kleinen Häuschen am Rande eines alten Zauberwaldes, hinter welchem sich unmittelbar ein ebenso alter und riesiger Zauberberg erhebt. Dort leben Kobolde, Einhörner, Hexen, Drachen, seltsame Riesenvögel und viele andere Wesen, denen Paule und Pauline auf ihren Ausflügen zum weisen alten Gnurr begegnen. Gnurr lebt im Zauberberg in einer wunderschönen und geheimnisvollen Höhle. Er besitzt ein Zauberbuch, das eine große Gabe hat – es kann Menschen in Not helfen.

Und aus diesem Grund hat sich auch Paule, trotz seiner Ängste, auf den Weg dorthin gemacht. Denn seinem besten Freund Erwin geht es gar nicht gut. Er ist oft – scheinbar grundlos und sehr plötzlich – überaus traurig, erschreckend wütend und sehr ängstlich. Freunde und Bekannte wenden sich von ihm ab. Und auch Paule weiß nicht mehr, was er denken und tun soll. Deshalb bittet er das weise Wesen Gnurr um Rat und Hilfe.

Dieser erklärt ihm, dass Erwin ein ganz normaler Junge ist. Nur hat der Tod seines kleinen Hundes Socke ihn vermutlich doch ein wenig mehr durcheinander gebracht, als vielleicht alle Bewohner des Dorfes gedacht haben. So geht es vielen Menschen, denen etwas Trauriges, Beängstigendes oder sehr Besorgniserregendes geschieht.

Paule erfährt zunächst, was in unserem Gehirn Tag für Tag geschieht: In Gnurrs Zauberbuch bringen unterschiedlich große Schiffe unsere täglichen Erlebnisse zu unserem Gehirn. Dort werden sie von Boten entladen und zu den Gärtnern gebracht. Diese verarbeiten alles in unterschiedlichen Gärten und bringen die Früchte ihrer Arbeit zurück auf die wartenden Schiffe. Die Schiffe stehen dann mit vielen Fähigkeiten, Eigenschaften und Gefühlsqualitäten wieder für uns zur Abfahrt bereit.

Was all das nun mit Erwins Problemen zu tun hat, werden wir im nächsten Buch erfahren…

Und hierum geht es:

- eine spontane Momentaufnahme der aktuellen Lebenssituation

- Verständnis und Mitgefühl für die unterschiedlichen menschlichen Verhaltensweisen entwickeln

- Achtung, Wertschätzung und das Gefühl von Zugehörigkeit als Voraussetzungen erkennen, um sich selbst und anderen helfen zu können - Wie unser Gehirn unsere täglichen Erlebnisse verarbeitet

- Welchen Einfluss und welche Folgen bestimmte Erlebnisse auf unsere täglichen Verhaltensweisen haben

- unseren Körper, unsere Handlungskompetenzen, unsere Gefühle, unsere Sinne und unsere Talente, Begabungen, Fähigkeiten und Stärken als Fundamente und Ressourcen für eine gesunde Entwicklung der Persönlichkeit begreifen

- Zuversicht und Eigenmotivation als eine der ersten Schritte auf dem Weg zum Lösen von Problemen erkennen

Hinweis

Diese Geschichten lassen sich zuhause, pädagogisch und therapeutisch nutzen. Die ersten drei Geschichten (CD 1) können Kinder wie Erwachsene jeden Alters hören. Voraussetzung ist lediglich der Spaß und das Interesse an Geschichten, an fantastischen und geheimnisvollen Geschichten, an ruhigen und besinnlichen Geschichten …und an stillen und entspannten gemeinsamen Augenblicken.

Die Geschichten der zweiten CD sind etwas komplizierter und nicht mehr für alle Altersgruppen geeignet. In der Praxis überspringe ich sie manchmal und erzähle dann den Kindern mit Hilfe der Bilder wovon diese Geschichten handeln. Manchmal unterbreche ich auch während des Hörens der Geschichten (Abschnitts- oder Themenweise) und bespreche dann bevor ich fortfahre, was gerade geschieht bzw. geschehen ist. So kann ich überprüfen, ob der Inhalt verstanden ist und ob das Kind noch motiviert ist. In der Praxis gebe ich einzelne Geschichten zum Hören und Bearbeiten auch als Hausaufgabe mit nach Hause.

Sie, liebe Leser, können sich auf Ihr Gefühl verlassen und ganz situativ entscheiden, wann, wie lange und wieviel Sie mit Ihrem Kind hören möchten. Ich empfehle lediglich die Geschichten gemeinsam zu hören und nicht mehr als eine pro Tag.